eine Kreuzfahrt

Auf sonniger Herbstreise mit MS Artania
vom 28. Sept. - 07. Okt. 2011
 

Von Bremerhaven entlang der westeuropäischen Küsten bis ins Mittelmeer.

Die schöne Artania, seit Mai gehört sie zur www.PhoenixReisen.com  Flotte

 

Wir kommen gegen 14.30 in Bremerhaven an. Die Artania erwartet uns mit offener Gangway, die Mannschaft bereitet uns einen freundlichen Empfang. Schnell ist die Kabine gefunden und das Gepäck steht auch schon zur Verfügung. Unsere Kabine befindet sich auf dem Saturndeck, das ist Deck 4. Wir haben eine schöne, bequeme 16 qm große Kabine, zwar mit minimaler Sichtbehinderung zum Promenadendeck, aber wir sind sehr zufrieden damit, da sie sehr zentral zu allen täglichen Zielen liegt.
Nach einem kurzen Erkundungsgang steht schon die Seenotrettungsübung auf dem Programm. Anschließend genießen wir die Abendstimmung an Deck, winken den Gästen unseres Schwesternschiffes Amadea zu und nehmen Abschied von Deutschland.
 

 Abschied von Bremerhaven (28.09.2011) 

 
Beim ersten Abendessen an Bord sind wir sehr neugierig, im Restaurant "Vier Jahreszeiten" werden wir zu einem schönen Fensterplatz geleitet und schon gleich steht die Vorspeise und damit der erste Gang eines wunderbaren Menues auf dem Tisch.
Das Personal ist sehr freundlich und zuvorkommend, es sind überwiegend junge Asiaten. Anschließend spazieren wir noch ein bißchen über das Schiff und kehren im Lido Restaurant auf Deck 8 ein, essen ein bißchen Käse und trinken zum Abschluss des Tages ein Glas Rotwein.
 
 
 
Nach einer wunderbar erholsamen Nacht erwartet uns das Frühstücksbüfett im Artania Restaurant auf Deck 3, Salon Deck. Hier finden wir es sehr angenehm, das wird unser Stammrestaurant für die nächsten Tage sein.
In der Show Lounge gibt es einen Dia-Vortrag über Südengland, wo wir übermorgen sein werden. Nach dem Mittagessen werden wir in Rotterdam ankommen.
Eine sehr interessante Innenstadt mit alten und modernen Bauten läßt die Container und Rohölanlagen der weit verzweigten Hafenanlagen in den Hintergrund treten.
Wir fahren, begleitet von Lotsenbooten und Schleppern, durch die Erasmusbrücke und machen direkt in der Innenstadt an der Wilhelminakade fest.
 
 

Ankunft in Rotterdam (29.09.11)

  

Die Erasmusbrücke
 
 
vor der Stadtrundfahrt
 
 
Die weltbekannten "Kubushäuser"
 
 
ein schwimmendes Chinarestaurant, daneben ein Aussichtsturm
 
Nach einem herrlichen, sonnigen Tag wieder ein schönes Abendessen im Artania Restaurant, bei unserer Lieblingskellnerin Irina sind wir restlos glücklich und zufrieden. Doch ein emotionaler Abschied von Rotterdam steht uns noch bevor! Eine Holländische Volkstanzgruppe hat sich zum Abschied am Kai versammelt und spielt uns Shantylieder. Sie tanzen und winken. Die Artania spielt ihre Abschiedsmelodie und überall sitzen Menschen in den Lokalen am Wasser, winken uns zu und freuen sich über diesen herrlichen Sommerabend.
Unser großes Schiff wendet ganz langsam, die Schiffssirene tutet noch zweimal und überall leuchten schon die Lichter der großen Stadt.
Um 21.30 Uhr gibt es noch eine große Begrüßungsparty in der Artania Lounge. Der Kapitän und die Mannschaft wird vorgestellt. Viele Künstler runden das Programm ab. Nach einem Gläschen Sekt und mit wunderbaren Eindrücken fallen wir wieder müde ins Bett.
 
 
 
Nach einem guten Frühstück sind wir schon in Dover angekommen. 
 
 
Unsere Reiseleiterin erwartet uns um 9 Uhr zu dem ersten Ausflug nach Sandwich, einem kleinen Städtchen an der Südostküste. Einst eine bedeutende Hafenstadt, aber leider durch die Versandung des Flusses Stour in den letzten Jahrhunderten  nur noch ein Provinzstädtchen. Aber hier wurde tatsächlich das Sandwich erfunden!
 
 
Das Rathaus
 
 
in und um die Kirche

 
 
Am Nachmittag fahren wir auf der A2 ins 25 km entfernte Canterbury. Eine lebendige Universitätsstadt mit ganz vielen jungen Leuten erwartet uns bei herrlichstem Sonnenschein. Das Leben spielt sich in der Innenstadt rund um die Kathedrale ab.
 
 
 
 
 
In der Fussgängerzone Canterbury
 
 
Ein ganz lustiger Engländer, er führte uns an dieses schiefe Haus.
 
 
unser netter Busfahrer und die Reiseleiterin Dorle in Dover
 
 
Dover Castle und die Bucht von Dover.
 
 
Ein wunderschöner Sommertag geht zu Ende und wir nehmen unspektakulärer Abschied von Dover. Ein schöner Abend in Harrys Bar beschließt den letzten Tag im September.
 
 
 
Am nächsten Morgen legen wir schon um 7 Uhr in Frankreich, Le Havre an. Nach dem Frühstück holt uns der Bus zur nächsten Stadtrundfahrt ab. Wir haben am Vormittag die nach dem Krieg völlig neu erbaute Stadt Le Havre auf dem Programm.  
 
 
 
Trödelmarkt am Sonntagmorgen in Le Havre

Charakteristisch für diese Stadt sind die vielen Betonbauten. Der Architekt Auguste Perret leitete eine umsichtige Stadtplanung, großzügige Boulevards und einige stattliche Gebäude zeugen von dem neuen Geist. Le Havre ist mit seiner besonderen Architektur als Weltkulturerbe anerkannt. Der brasilianische Oscar Niemeyer steuerte ein kegelförmiges Kulturzentrum bei. Im Volksmund wird es Le Volcan (Vulkan oder Joghurtbecher) genannt.

Anschließend fahren wir durch die grüne Landschaft der Normandie, die Heimat des berühmten Camembert und der vielen Obstbäume. Das kleine Städtchen Etretat, mit nur 3000 Einwohnern, ist ein wunderschönes Kleinod an der Küste.

Markthalle von Etretat

Am Strand von Etretat

 
 
 

Nach dem Mittagessen an Bord machen wir es uns mit einem Buch auf dem Sonnendeck bequem, nutzen die Sonne und die gute Seeluft um die Eindrücke der Normandie zu verarbeiten.

 

Am nächsten Tag können wir ausgiebig unser Schiff Artania genießen. Wir fahren bei ruhiger See durch die Biskaya. Am Nachmittag fahren wir auf gleicher Höhe mit unserem Schwesterschiff Albatros, wir könnten sie überholen, müssen aber die Reihenfolge bei der Hafeneinfahrt in La Coruna einhalten, also hinter ihr bleiben.

Doch die beiden Schiffe begrüßen sich mit ihren Sirenen und überall auf den Decks stehen Menschen und winken. Ein Fernsehteam soll auch an Bord sein und so werden wir von da aus gefilmt. In Harrys Bar sitzen wir mit einem kühlen Bier und schauen den Delphinen zu wie sie unser Schiff umkreisen.

Ein paar Eindrücke von "unserem" Schiff Artania.

 

in einer Bar

 

 unsere Kabine mit Blick aufs Promenadendeck

 

in der Wellnessabteilung

rund ums Promenadendeck

Am Abend findet das große Galadinner statt. Kleiderordnung ist festlich elegant und man merkt, dass es lange dauert, bis alle, auch am Kapitänstisch Platz genommen haben. Das Essen ist wie immer vorzüglich, heute noch ein bißchen exquisiter. Wir wählen Langusten zur Vorspeise. Anschließend folgt noch ein tolles Abendprogramm in der Artania Show Lounge. Leider bin ich so sehr müde und kaputt.

Am nächsten Morgen kommen wir schon um 7 Uhr in La Coruna an, wir frühstücken gemeinsam, dann gehe ich wieder ins Bett, da es mir ziemlich schlecht geht. Rudi macht den Stadtausflug allein und muss mir viel erzählen. Nachmittags gehe ich mit Fieber zum Schiffsarzt, bekomme diverse Medikamente.

La Coruna (03.10.2011)

 

 

der Herkulesturm

Die Kanonen von La Coruna

Schinkenhimmel

Das Rathaus

Die Artania wartet schon.

Am nächsten Morgen geht es Dank der Medikamente schon etwas besser und ich freue mich auf Lissabon. Zuvor bekommen wir aber noch einen neuen Fernseher in die Kabine und ich kann noch ein wenig Kraft tanken.

Wir fahren gemächlich auf dem breiten Fluss Tejo hinein in die schöne Stadt Lissabon. Unter der mächtigen Hängebrücke des 25. April hindurch. Ursprünglich, im Jahr 1966, wurde sie nach dem damaligen Diktator "Salazarbrücke" genannt. Nach der Revolution am 25. April bekam sie den neuen Namen.

Auf einer Anhöhe des südlichen Ufers blickt die fast 30 m hohe Christus Statue, eine kleinere Version von Rio de Janeiro, auf die Stadt.

Vorbei geht es an dem Torre de Belem (Bethlehem), ein Wahrzeichen für die portugiesischen Seefahrer.

Ankunft in Lissabon (04.10.2011)

Jeronimos Kloster im manuelinischem Stil

in der Innenstadt

Der Belemturm zu Fuß erkundet. 

Das Denkmal für Heinrich den Seefahrer, im Hintergrund unsere Artania

Blick auf die Stadt und den Tejo

Wir erkunden die Stadt mit unserer Reiseleiterin Vanessa und später auch allein zu Fuß. Ein reges Geschäftsleben in der Fußgängerzone und in den schönen alten Cafes. Viele Geschäfte mit ausgesprochenen Luxusartikeln, hauptsächlich Mode, lassen keinen Gedanken an die Finanzkrise aufkommen. Die Zeit rinnt wie im Fluge, denn um 18.30 Uhr müssen wir zurück auf dem Schiff sein. Nach dem Abendmenue gehen wir noch zur Crew Show. Es geht etwas stockend los, dann aber bieten die Crewmitglieder eine ausgesprochen perfekte Show mit Tanz, Akrobatik und Gesang. Wir sind wieder restlos begeistert und fallen spät nach Mitternacht müde ins Bett. Zum Glück erleben wir nun die letzte Zeitumstellung, wieder eine Stunde weniger, auf dieser Reise.

Am nächsten Morgen haben wir mal richtig ausgeschlafen, dann die beiden Schränke ausgeräumt, da wir heute neue, zusätzliche  Regalböden bekommen sollen. Nach dem Mittagessen treffen wir in Cadiz ein.

Ankunft in Cadiz (05.10.2011)

Unsere RL Dolores erwartet uns schon mit dem Bus. Wir fahren zuerst durch die sommerliche Stadt Cadiz hindurch, denn das erste Ziel soll die ca. 50 km entfernte Stadt Jerez sein. Die Autobahn führt uns durch Industriegebiete, links der Straße und durch Landschaftsschutzgebiete mit vielen Flamingos in den Salzlagunen, rechts der Straße. Hinter den Naturlandschaften sieht man das offene Meer. Viel Stahlindustrie, Luftfahrtkonzerne und eine leider geschlossene Autoindustrie säumen die stark befahrene Straße.

In Jerez kommen wir zur Siestazeit an, das heißt, die Stadt wirkt wie ausgestorben, nur in einzelnen Straßencafes sitzen Menschen. 

 ein Platz im Zentum von Jerez

Schattenplätze sind begehrt und vorhanden.

Ein Denkmal für den Sherryproduzenten

Die Burg von Jerez

Auch hier ist die Occupied Bewegung schon angekommen.

Nach der Mittagspause fahren wir in die Stadt Cadiz. Es ist eine geschichtsträchtige Stadt an der Costa de la Luz. Die oft weiß getünchten Häuser, blumengeschmückten Balkone, überall Palmen und lebendige Straßenmärkte erinnern stark an Nordafrika. Cadiz Liegt praktisch auf einer Insel, oder Landzunge. Man nennt sie auch "Tacita de Plata", was Silbertässchen heißt. Der Grund: Die Stadt glitzert, besonders vom Meer aus betrachtet, wie Silber in der Sonne.

Cadiz von unserem Deck aus gesehen

 Im Botanischen Garten

 

 

Das frühere Postgebäude

 

Fußgängerzone, Placa dei Flora

am Theater

Die Stadt drängt sich auf engem Raum, da fast überall vom Meer umgeben. Doch findet man kleine Plätze mit vielen Pflanzen. Der Botanische Garten ist eine herrliche Oase der Entspannung, er wird von vielen Einwohnern genutzt. Auch viele Katzen und kleine Papageien fühlen sich hier wohl. In der Innenstadt gibt es historische alte Bauten, viele kleine Geschäfte aber auch große Baustellen. Ein neues, großes Fußballstadion wird mitten in der Stadt gebaut, ebenso einige große Hotels. An der Westküste hat man einen wunderbaren breiten Sandstrand aufgeschüttet, der fast ganzjährig von der Bevölkerung genutzt werden kann. Nach einem rasanten Fussmarsch durch die Stadt kommen wir mit dem Bus auch gleich wieder zu unserem Schiff.

Rudi winkt fröhlich von unserem Promenadendeck und ich bin so froh, dass ich diesen anstrenden Tag gut gemeistert habe. Gegen Mitternacht passieren wir Gibraltar.

Heute, 06. Okt. gibt es noch einen ganzen Seetag für uns. Leider muss ich nochmal zum Bordarzt, diesmal gibt er mir auch Antibiotika, der Husten ist stärker denn je. Unsere Reise geht ja leider schon dem Ende entgegen und wir müssen allerhand Papierkram erledigen, morgen erreichen wir Barcelona und da müssen wir das Schiff verlassen. Aber an Bord wird noch allerhand geboten, nach dem Gottesdienst gibt es an der Kopernikus Bar auf Deck 8 einen Bayrischen Frühschoppen. Aber in der Phönix Bar auf Deck 5 wird eine köstliche Kaltschale serviert. Die tolle Seekarte wird verlost. Mittagessen natürlich auch in allen Restaurants. Dann wird im Bordkino der erste Teil des Filmes von unserer Kreuzfahrt gezeigt. Und natürlich Bingo und Kaffee und Kuchen, - und Waffeln werden gebacken! Ach, man kann gar nicht alles wahrnehmen. Nach dem Besuch der gut bestückten Bibliothek sitzen wir in Harrys Bar und lassen uns von einer Schmuck - Modenschau inspirieren. Am Abend natürlich noch ein großer Galaabend mit tollen Menues. Anschließend auch eine Gala Show mit dem kompletten Künstlerteam. Wer noch nicht müde ist, kann ab 23.30 Uhr noch in der Pazific Lounge das Tanzbein schwingen. Auch gibt es noch Crepes und einen Schokoladenbrunnen für die frischen Früchtchen.

Ankunft am 07.10.2011 in Barcelona gegen 10 Uhr. Dann beginnt auch schon das Abschiednehmen der ersten Gäste.

Barcelona Hafen

mit einer Seilbahn über die Stadt

und mein Abschied von der Artania, im Hintergrund ein MSC Schiff

Wir können noch den ganzen Vormittag an Bord bleiben und in Ruhe das Mittagsmenue genießen. Nochmal lassen wir uns von Irina verwöhnen und nochmal sitzen wir in Harrys Bar.

Gegen 16 Uhr werden wir abgeholt und treten den Heimflug via Palma de Mallorca nach Nürnberg an.

 

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